Das Adlerschießen ist der älteste Schießwettbewerb des Ravensburger Rutenfests und wird vom Trommlerkorps der Ravensburger Gymnasien organisiert. Das erste nachgewiesene Adlerschießen fand 1823 statt – mit jährlich über 1.000 Teilnehmern bis heute.
Ablauf
Die Schießwettbewerbe finden jeden Rutendienstag auf dem Kuppelnau-Gelände statt. Die männlichen Gymnasiasten schießen mit hölzernen Armbrüsten auf die Insignien und Federn eines hölzernen Adlers. Die traditionelle Eröffnung übernimmt der Fähnrich der Landsknechte. Den Titel „Schützenkönig" erhält, wer den Reichsapfel trifft.
Seit 2003 gibt es parallel einen eigenen Wettbewerb für die weiblichen Gymnasiastinnen, bei dem das historische Ravensburger Stadtsiegel von 1267 als Haupttrophäe vergeben wird.
Altenschießen
Alle fünf Jahre nehmen ehemalige Gymnasiasten aller Jahrgänge am separaten Altenschießen teil – viele reisen eigens dafür aus aller Welt in ihre Heimatstadt zurück.
Organisation
Der Adjutant des Trommlerkorps verantwortet die gesamte Organisation: von der Teilnehmerliste und der Auslosung der Schießreihenfolge über die Mittelbeschaffung bis hin zur Beschaffung des Adlers und der Eichenblatt-Dekoration sowie zur Durchführung von Probe- und Hauptwettbewerb.
Das Adlerschießen lebt von der Unterstützung durch Spenderinnen, Spender und Förderer – ob Geld- oder Sachpreise für die Schülerinnen und Schüler. Jede Spende hilft, diese über 200 Jahre alte Tradition lebendig zu halten.
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